17.07.2025 13:38 Uhr
Endlich geht es wieder im Ostseestadion zur Sache, denn wir begrüßen am Sonnabend (19. Juli 2025, Anpfiff 16 Uhr) mit Aston Villa einen echten Topclub der englischen Premier League, der in der abgelaufenen Saison auch in der Champions League für Aufsehen gesorgt hat und im Viertelfinale nur knapp am späteren Sieger Paris St. Germain (1:3 und 3:2) gescheitert ist.
Bis zum Ende der englischen Meisterschaftsrunde hatte Villa sogar die Chance, sich auch für die kommende CL-Runde zu qualifizieren – doch durch die 0:2-Niederlage bei Manchester United am letzten Spieltag konnte der frischgebackene Club-Weltmeister Chelsea FC (1:0 bei Nottingham Forest) noch vorbeiziehen und verdrängte Aston auf den 6. Platz. Damit ist der Verein aus Birmingham in der kommenden Spielzeit aber zumindest in der Europa League dabei und zählt hier zu den Top-Favoriten auf den Titelgewinn.
Aston Villa gehört zu den ältesten und erfolgreichsten Vereinen Englands, der Club wurde bereits 1874 gegründet und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der 1888 ins Leben gerufenen "Football League", der ersten Profiliga Englands. Ebenso war der Club 1992 bei der Gründung der heutigen Premier League dabei. Der Verein spielt seit 1897 im traditionsreichen "Villa Park" und war bis auf wenige Ausnahmen stets in der jeweilig höchsten Spielklasse Englands vertreten. Zu den größten Momenten der Vereinsgeschichte zählen sieben Englische Meisterschaften und sieben FA-Cup-Erfolge. Zudem sicherten sich die "Villans" in der Saison 1981/82 den Gewinn des Europapokals der Landesmeister und damit den bisher größten Erfolg der Clubhistorie. Durch Stefan "Paule" Beinlich und Matthias Breitkreutz, die 1994 von Aston Villa zum FCH wechselten, gibt es sogar eine kleine Verbindung zwischen beiden Vereinen.
Stefan "Paule" Beinlich wechselte im Sommer 1994 von Aston Villa zum F.C. Hansa. Der gebürtige Berliner stieg 1995 und 2007 mit dem F.C. Hansa in die Bundesliga auf.
Der aktuelle Kader ist gespickt mit großen Namen - angefangen bei Emiliano Martinez, dem argentinischen Weltmeister-Torhüter von 2022, über die belgischen Nationalspieler Amado Onana (50 Mio.), der früher u.a. beim Hamburger SV spielte und Youri Tielemans (Marktwert 38 Mio.), bis hin zum Niederländer Donley Malen (25 Mio., früher Dortmund), den man ebenso aus der Bundesliga kennt wie den Argentinier Emiliano Buendia (15 Mio., ehemals Leverkusen). Weitere Granaten sind die englischen Auswahlspieler Morgan Rogers (55 Mio.), Ollie Watkins (40 Mio.), Ezri Konsa (35 Mio.) und Jacob Ramsey (32 Mio.) Zu ihnen gesellen sich die Franzosen Boubacar Kamara (40 Mio.) und der Spanier Pau Torres (32 Mio.). Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, insgesamt tummeln sich sage und schreibe 17 aktuelle A-Nationalspieler und sechs U21 Nationalspieler aus 11 verschiedenen Nationen im Kader von Aston Villa. Der Gesamtmarktwert beläuft sich laut der Seite "Transfermarkt" auf 560 Millionen Euro, der des F.C. Hansa liegt bei 1,6 % davon, nämlich bei "nur" 9 Millionen Euro.
Das viele Geld, das Aston Villa zur Verfügung hat, ist nicht allein auf den sportlichen Erfolg der vergangenen Jahre zurückzuführen. Anders als in Deutschland, ist es Investoren in England gestattet, deutliche Mehrheiten an einem Verein zu halten. So wurde auch Aston Villa bereits mehrfach an verschiedene Firmen und Geschäftsleute verkauft. Hauptanteil-Eigner und Chef des Vorstandes ist aktuell der belgisch-ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Nassef Sawiris, der hauptsächlich im Bau- und Düngemittelgeschäft tätig ist. Darüber hinaus ist er seit 2015 Großaktionär des Sportartikelherstellers Adidas und sitzt hier auch im Aufsichtsrat. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Milliardär Wes Edens, der ebenfalls bei Aston Villa involviert ist, hält Sawiris außerdem eine große Beteiligung am portugiesischen Fußball-Erstligisten SC Vitória Guimarães (46 %) und ist zudem Teilhaber des NBA-Teams der New York Knicks (Basketball) und der NHL-Mannschaft der New York Rangers (Eishockey).