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04.09.2026 18:00 Uhr

Stellungnahme des F.C. Hansa Rostock

Der F.C. Hansa Rostock hat heute durch einen Bericht einer Rechercheplattform Kenntnis von einem Vorfall im Zusammenhang mit unserem Freundschaftsspiel beim Watford FC im Juli 2026 erhalten.

F.C. Hansa Rostock

Dem Bericht zufolge haben mehrere Personen, die der Rostocker Hooligan-Szene zugeordnet wurden, im Umfeld des Spiels in England an einer Auseinandersetzung mit Anhängern der Glasgow Rangers und Olympique Lyon teilgenommen. Bei sogenannten Drittort-Kämpfen verabreden sich Mitglieder verschiedener Hooligan-Gruppierungen außerhalb des eigentlichen Spielortes zu Auseinandersetzungen. Im konkreten Fall posierten die beteiligten Personen der verschiedenen Gruppierungen anschließend gemeinsam vor einer Hakenkreuz-Flagge.

Nachdem wir heute von dem Vorfall Kenntnis erhalten haben, haben wir unmittelbar gehandelt. Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, die Bundespolizeiinspektion Rostock und der Staatsschutz des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommern wurden informiert. Auch mit dem DFB und den dort zuständigen Stellen für Stadionverbote haben wir Kontakt aufgenommen.

Der Bericht benennt die beteiligten Personen teilweise namentlich und dokumentiert den Vorgang mit einem entsprechenden Foto. Die auf den Bildern zu erkennenden Personen sind uns teilweise aus dem Vereinsumfeld bekannt. Darunter befinden sich nach unserer derzeitigen Kenntnis auch Personen, die bei Heimspielen des F.C. Hansa Rostock im Stadion anzutreffen sind.

Besonders erschütternd ist für uns in diesem Zusammenhang, dass einzelne der im Bericht abgebildeten Personen auch bei Veranstaltungen im Vereinsumfeld, unter anderem bei unserem Kinderfest, dabei waren. Für die Einbindung von Personen in Veranstaltungen, insbesondere im Rahmen von Angeboten für Kinder und Jugendliche, gelten für uns klare Anforderungen und Verantwortlichkeiten. Hinweise auf den nun bekannt gewordenen Hintergrund dieser Personen lagen uns zum damaligen Zeitpunkt nicht vor. Wir werden daher auch diesen Aspekt umfassend prüfen und bewerten.

Wir werden deshalb nicht nur den im Bericht geschilderten Vorfall umfassend aufarbeiten, sondern auch prüfen, ob und in welcher Form aktuell oder in der Vergangenheit Verbindungen der betreffenden Personen zum F.C. Hansa Rostock bestanden bzw. bestehen. Dies umfasst neben einer möglichen Vereinsmitgliedschaft auch bestehende oder frühere geschäftliche, organisatorische oder anderweitige Beziehungen zum Verein. Sollten dabei Verbindungen festgestellt werden, die mit unseren Grundsätzen und Werten nicht vereinbar sind, werden wir diese konsequent beenden.

Auf dieser Grundlage wird der F.C. Hansa Rostock die notwendigen vereinsseitigen Konsequenzen ziehen. Dazu gehören ausdrücklich auch Stadionverbote sowie – sofern es sich bei den betreffenden Personen um Vereinsmitglieder handelt – der Ausschluss aus dem Verein.

Für uns steht fest: Rechtsextremismus, nationalsozialistische Symbolik und menschenverachtendes Gedankengut haben beim F.C. Hansa Rostock keinen Platz. Wir werden nicht zulassen, dass Personen mit einem solchen Verhalten unseren Verein und seine Fans in Misskredit bringen oder ein Bild von Hansa vermitteln, das in keiner Weise unserem Selbstverständnis und unseren Werten entspricht.