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15.01.2026 10:15 Uhr

Rückrundenstart: 60. Duell zwischen Rostock und Aue

Nicht nur der F.C. Hansa feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum, auch das "ewig junge Duell" zwischen dem F.C. Hansa Rostock und Erzgebirge Aue (sowie deren jeweiligen Vorgängervereinen) steht am Sonnabend (17. Januar 2026) um 14 Uhr im Ostseestadion zum Rückrundenstart der aktuellen Drittliga-Saison zum 60. Mal an. Bisher spricht die Bilanz mit 23 Erfolgen leicht für Aue, Hansa konnte bislang 19-mal als Sieger vom Platz gehen, 17 Partien endeten Unentschieden – so auch das Hinspiel am 1. Spieltag, als es in Erzgebirgsstadion ein 0:0 gab. Den Punktgewinn verdankte die Kogge dabei vor allem Torhüter Benjamin Uphoff, denn eine Viertelstunde vor Ende konnte er einen Elfmeter von Marvin Stefaniak abwehren und somit ohne Gegentor bleiben.

Seitdem sind sieben weitere "zu-Null-Spiele" für "Uppi" dazugekommen (zweitbester Wert der Liga), insgesamt nur 19 Gegentore sind es in der Hinrunde gewesen – damit stellt der F.C. Hansa aktuell die beste Abwehr der 3. Liga und rangiert mit 32 Punkten auf Platz fünf. Deutlich schwieriger ist da schon die Situation für die Gäste aus Aue, die mit nur 22 Punkten (bei 28 Gegentoren) lediglich einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Alemannia Aachen) haben. Für Trainer Jens Härtel, seines Zeichens 2021 Aufstiegs-Coach des F.C. Hansa, stellt sich zudem die Frage: Welchem Torhüter wird er in der Rückrunde und damit auch in Rostock das Vertrauen schenken? Routinier Martin Männel (37), mit 580 Pflichtspielen für Erzgebirge Aue in 17 Jahren eine lebende Legende und eigentlich unantastbar, ist nach einer längeren Verletzungspause wieder einsatzbereit. Allerdings hatte sein junger Vertreter Louis Lord (22) vor der Winterpause stark gespielt und macht Härtel die Entscheidung somit nicht leicht.

Dass die Mannschaft aus dem Erzgebirge nur im unteren Tabellendrittel anzutreffen ist, hat zudem weniger mit der Defensive als mit der fehlenden Offensivdurchschlagskraft zu tun. Lediglich 23 eigene Tore bedeuten den vorletzten Platz, nur das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Schweinfurt steht mit 16 Treffern schlechter da. Beste Torschützen sind der aktuell verletzte Julian Guttau und Marvin Stefaniak, der allerdings aufgrund einer Gelbsperre den Rückrundenstart verpasst. Beide konnte bisher dreimal einnetzen – Hansa bester Torschütze Ryan Naderi hat mit sieben Toren einmal mehr getroffen als beide zusammen. Der Vorteil liegt hier also auf Seite der Kogge, die - aufgrund der Serie von zuletzt 10 Spielen in Folge ohne Niederlage - leicht favorisiert in das Spiel gehen wird.

Zumal die Mannschaft von Daniel Brinkmann, der bis aus den verletzten Paul Stock und die im Aufbau-Training stehenden Felix Ruschke und Milosz Brzozowski alle Spieler zur Verfügung hat, weiter an der Verbesserung der Heimbilanz arbeiten möchte. Hier rangiert der FCH nach der Hinrunde mit 16 Punkten aus 10 Spielen nur auf dem 11. Rang. Für Erzgebirge Aue gab es hingegen auf des Gegners Platz in den ersten Saisonhälfte wenig zu holen: Nur ein Sieg (1:0 in Aachen) gelang den Sachsen in neun Anläufen, was Platz 19 von 20 Teams in der Auswärtstabelle bedeutet. Mit nur sieben Toren auf fremden Platz ist man (zusammen mit Schweinfurt) zudem das harmloseste Team in der Fremde.

Hier die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Aue: