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29.09.2025 17:26 Uhr

Negativserie gegen Cottbus soll nach 9 Jahren enden

Seit mehr als neun Jahren wartet unser F.C. Hansa auf ein Erfolgserlebnis gegen den FC Energie Cottbus, am Dienstagabend (30. September 2025, Anpfiff 19 Uhr) soll diese Negativserie endlich beendet werden. Am 27. Februar 2016 gab es das letzte Erfolgserlebnis für die Kogge, damals siegte die Mannschaft mit 1:0 im Stadion der Freundschaft, dank eines frühen Treffers des Schweizers Stephan Andrist (7.) war dies der letzte Sieg in einem Drittliga-Spiel gegen die Lausitzer. Seitdem sind sich beide Mannschaften noch viermal in Pflichtspielen über den Weg gelaufen, alle Drittliga-Partien konnten die Cottbusser seither für sich entscheiden – bei einem Torverhältnis von 2:11. Besonders bitter waren dabei die Begegnungen in der vergangenen Saison, als beide Spiele 1:3 aus Hansa-Sicht endeten und, vor allem durch die Heimpleite am vorletzten Spieltag, alle Hoffnungen auf den Relegationsplatz begraben werden konnten. Am Ende wurde Cottbus Vierter, Hansa Fünfter in der Endabrechnung.

F.C. Hansa Rostock

In ähnlichen Sphären wollen beide Mannschaften auch in dieser Spielzeit mitmischen, im Fall von Energie Cottbus hat es bisher etwas besser geklappt, denn die Brandenburger stehen nach dem 8. Spieltag auf Platz 3 (14 Punkte) der Tabelle und damit auf dem Relegations-Platz. Auch wenn unser F.C. Hansa (10 Punkte) derzeit lediglich 15. des Klassements ist, so trennen ihn trotzdem nur 4 Zähler vom nächsten Konkurrenten - das wiederrum zeigt, wie eng das Feld der 3. Liga zum jetzigen Zeitpunkt der Saison zusammensteht und das sich gleich 13 Mannschaften innerhalb dieses 4-Punkte-Abstands bewegen. Was die Lausitzer in der bisherigen Spielzeit allerdings deutlich besser machen: Sie wissen, wo das Tor steht, 18 erzielte Treffer bedeuten hinter Spitzenreiter Duisburg (20 Tore) Rang 2 (gemeinsam mit Saarbrücken und Hoffenheim II). Zum Vergleich: Allein im letzten Spiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart (5:0) klingelte es im gegnerischen Kasten genauso häufig wie bei allen bisher acht Hansa-Spielen in dieser Saison zusammen. Gemeinsam mit Schweinfurt stellt der F.C. Hansa somit seit einigen Spieltagen den schwächsten Angriff.

Besonders aufpassen muss die Hansa-Abwehr, die mit nur 7 Gegentreffern weiterhin die zweitbeste Defensive der Liga (hinter Osnabrück/5) darstellt, auf den Mittelfeldstrategen Tolcay Cigerci (5 Tore) und den Ex-Rostocker Erik Engelhardt (4), die zusammen die Hälfte der Energie-Tore erzielt haben. Während Cigerci vor allem bei Standards für Gefahr sorgt, ist Engelhardt ein klassischer Strafraumwühler, den man nicht aus den Augen lassen darf. Er kennt Rostock aus seiner Hansazeit (2019-2021) und traf bereits im Mai 2025 beim letzten Aufeinandertreffen beide Teams im Ostseestadion (1:3) zum frühen 1:0 (8.). Ebenfalls eine Hansa-Vergangenheit haben mit Torhüter Alexander Sebald, Merveille Biankadi (beide 2018-2019), Anderson Lucoqi (2022-2023) und King Manu (2024-2025) gleich vier weitere Energie-Akteure, sodass es für sie zu einem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber kommt.

Auf der anderen Seite gibt es im Hansa-Kader nur einen Spieler mit einer Vergangenheit beim Gegner, Maximilian Krauß wechselte erst in der Sommerpause von der Lausitz an die Ostseeküste. Allerdings waren die sehr lauten medialen Begleitumstände dieses Wechsels von eher ungewöhnlicher Natur und haben zu einem zerrütteten Verhältnis von Maxi Krauß und Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz, der über den Abgang alles andere als erfreut war, geführt. Am Dienstagabend, bei der Premiere der neuen Flutlichtmasten, wird es somit zum ersten Aufeinandertreffen zwischen beiden Akteuren kommen. Während Maxi Krauß ein Kandidat für die Startelf sein dürfte, muss Hansa-Trainer Daniel Brinkmann neben den Langzeitverletzten Felix Ruschke, Chris Kinsombi, Adrien Lebeau, Lukas Wallner, Dario Gebuhr, David Hummel und Milosz Brzozowski auch auf den rot-gesperrten Abwehrchef Ahmet Gürleyen verzichten. Dafür könnte Stürmer Andreas Voglsammer eventuell erstmals seit Wochen wieder in den Kader rutschen.

hier die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus: