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06.08.2026 15:00 Uhr

Unsere Frauenmannschaft: Mit klarem Plan in die neue Saison

Vor dem Start in die neue Regionalliga-Saison haben wir mit unserem Leiter Frauen- und Mädchenfußball, Henning Stoffers, über die vergangene Spielzeit, personelle Veränderungen und die Ziele für die kommenden Monate gesprochen.

Blicken wir zunächst noch einmal auf die vergangene Saison zurück. Wie fällt euer Fazit aus?

Henning Stoffers: Gemischt. Die Regionalliga-Saison verlief natürlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Zwar haben wir durch die Schützenhilfe von Hertha BSC den Klassenerhalt geschafft, insgesamt können wir mit der Ausbeute aber nicht zufrieden sein. Gleichzeitig gab es auch viele positive Entwicklungen: Wir haben mehrere junge Spielerinnen erfolgreich an die Regionalliga herangeführt und sie dort zu Leistungsträgerinnen entwickelt. Außerdem konnten wir auf Landesebene alle Titel gewinnen. Besonders hervorzuheben sind unsere U23 und die U15, die beide sämtliche Ligaspiele für sich entscheiden konnten.

Zur neuen Saison haben sich die Trainerteams der beiden Frauen-Mannschaften verändert. Warum?

Henning Stoffers: Wir haben den Aufstieg in die Regionalliga schneller geschafft als erwartet, uns dort aber bislang noch nicht dauerhaft etablieren können. Deshalb haben wir uns intensiv mit der Weiterentwicklung unserer Abteilung beschäftigt und klare Trainerprofile definiert. Im Zuge dieses Prozesses haben wir uns für Veränderungen entschieden.

Mit Heiko Junghans konnten wir einen Trainer gewinnen, der sich in kurzer Zeit einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Er arbeitet sehr akribisch, bringt viel Energie mit, legt großen Wert auf Kommunikation und strahlt gleichzeitig die nötige Ruhe aus. Gemeinsam mit seiner Erfahrung im leistungsorientierten Fußball passt er hervorragend zu unserem Anforderungsprofil.

Mit Liselotte Holnberg kehrt außerdem ein bekanntes Gesicht zurück.

Henning Stoffers: Genau. Lilo übernimmt zur neuen Saison als Cheftrainerin unsere U23. Sie kennt den Verein und unsere Strukturen bestens – zunächst als Trainerin der U15 und später als Co-Trainerin der ersten Frauenmannschaft. Nach einem kurzen Abstecher in den Männerbereich freuen wir uns sehr, sie wieder bei uns zu haben. Gemeinsam wollen wir nicht nur die Mannschaft und die Spielerinnen weiterentwickeln, sondern auch sie auf ihrem Weg als Trainerpersönlichkeit begleiten.

Ebenso wichtig ist für uns die Kontinuität im Nachwuchs. Sowohl bei der U17 als auch bei der U15 bleiben die Trainerteams unverändert. Dort wird hervorragende Arbeit geleistet – und genau diese Kontinuität ist ein wichtiger Baustein unserer Entwicklung.

Du hast euren Weg angesprochen. Wie sieht dieser konkret aus?

Henning Stoffers: Der Frauenfußball entwickelt sich seit Jahren enorm dynamisch. Für uns war aber immer klar, dass der nachhaltige Weg für Hansa über eine starke Nachwuchsarbeit, die Identifikation mit dem Verein und die Entwicklung eigener Talente führt.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über viele talentierte Fußballerinnen – und die meisten spielen bereits bei uns. Die Saison unserer U23 mit 16 Siegen aus 16 Spielen zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserem Nachwuchs steckt.

Bedeutet das auch, dass ihr bewusst auf externe Neuzugänge verzichtet?

Henning Stoffers: Zum großen Teil ja. Der Kern unserer Regionalliga-Mannschaft ist zusammengeblieben. Das Team ist weiterhin sehr jung und hat sein Leistungsvermögen längst noch nicht ausgeschöpft. Spiele gegen die U20 von Union Berlin oder Turbine Potsdam haben gezeigt, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. Jetzt geht es darum, dieses Niveau konstant auf den Platz zu bringen. Dafür schaffen wir als Verein die entsprechenden Rahmenbedingungen.

Ganz ohne Veränderungen geht es aber trotzdem nicht, oder?

Henning Stoffers: Nein. Mit Jele Silbe und Vanessa Rist haben sich zwei Spielerinnen aus unserer U23 in der Vorbereitung für die erste Mannschaft empfohlen. Ob sie sich dauerhaft durchsetzen, wird das Trainerteam entscheiden. Gleichzeitig rücken mit Paula Kühl und Lia Fechtner zwei Talente aus der U17 in die U23 auf. Und in den kommenden Jahren folgen die starken Jahrgänge 2010 und 2011. Dadurch gewinnen wir sowohl in der Breite als auch qualitativ noch einmal deutlich hinzu.

Mit welchen Zielen geht ihr in die neue Regionalliga-Saison?

Henning Stoffers: Das erste Ziel ist klar: Wir wollen den Klassenerhalt diesmal aus eigener Kraft schaffen und frühzeitig genügend Punkte sammeln, um uns im gesicherten Tabellenbereich zu etablieren. Gleichzeitig ist die kommende Saison die Qualifikationsspielzeit für die neue 3. Liga, die 2027/28 eingeführt wird. Die genauen Rahmenbedingungen stehen zwar noch nicht endgültig fest, aber wir wollen in Schlagdistanz zu den Plätzen bleiben, die für eine Qualifikation infrage kommen könnten.

Das klingt nach einer anspruchsvollen Zielsetzung.

Henning Stoffers: Das ist es auch. Gleichzeitig wissen wir, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. In den vergangenen beiden Jahren haben wir das zu selten konstant auf den Platz gebracht. Die ersten Wochen der Vorbereitung zeigen aber, dass die Spielerinnen bereit sind, in jeder Einheit an ihre Grenzen zu gehen. Auch der Verein hat die Strukturen weiter verbessert, um diesen Weg zu unterstützen. Deshalb blicken wir mit viel Zuversicht auf die neue Saison.

Wir wünschen unseren Frauen- und Mädchenteams eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison. Die erste Frauenmannschaft startet am Sonnabend (15.08.) mit einem echten Highlight in die Pflichtspielsaison: Um 11:00 Uhr empfangen unsere Mädels in den Play-offs des DFB-Pokals den VfL Bochum. Das erste Regionalliga-Spiel folgt am 23.08. (Sonntag) um 11:00 Uhr auswärts bei RB Leipzig II.