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31.03.2026 16:00 Uhr

Kaltschnäuziger bunter Hund gegen Krake

Saisonauftakt 2019/20 in der 3. Liga am 20. Juli: Prächtige Stimmung im Ostseestadion vor knapp 16.000 Zuschauern. Strahlender Sonnenschein, der Rasen grünt: Hansa empfängt den Neuling Viktoria Köln. Es kann losgehen!

F.C. Hansa Rostock

Das erneut auserkorene Ziel „Aufstieg“ (nun aber wirklich!) der Hanseaten wird durch neue Gesichter aufgehübscht. „Krake“ Kolke, der charismatische Tor-Dominator der Liga macht seine Aufwartung. Eine Handvoll interessanter Spieler sitzt auf der Ersatzbank. Ein gewisser Verhoek ist noch nicht im Kader. Rundumblickend ist Trainer Jens Härtel wohl zufrieden.

Für den FC Viktoria Köln ist die 3. Liga absolutes Neuland. Da schickt es sich einen ligaerfahrenen Coach verpflichtet zu haben, dem nichts fremd ist. Schon gar nicht Hansa. Denn von dort hat Pavel Dotchev den Weg an den Rhein gefunden. Wagnis? Risiko? Man weiß es nicht. Viel Unwägbares, denn nur die Eingeweihten kennen das Gros der Spieler. Aber von einem hat man schon mal gehört: Albert Bunjaku. Der Bunjaku? Jawohl, der! Schweizer Nationalspieler, kosovarischer Nationalspieler, Bundesligist, Zweitligist, Tore hier und da und vor allem viele. Der Mann ist bekannt wie ein bunter Hund. Mittlerweile Mitte 30.

Die Hanseaten starten ins Spiel wie von der Tarantel gestochen. In der 9. Minute schickt Opoku Hildebrandt auf die Reise. Der gibt den Ball scharf rein und Kölns Kyere auch – aber ins eigene Tor. Vier Minuten später prallt dem Pechvogel der Ball vom Fuß in den Lauf von Breier. Sowas lässt sich ein erwiesener Goalgetter nicht entgehen. Schließlich veredelt Opoku mit der Hacke eine Hereingabe Breiers. Keine 20 Minuten gespielt – und mit 3:0 eine komfortable Führung erreicht. Die gedankliche Hinwendung zu Strandliege und Grillabend ist da nicht mehr weit…

In diese „Träumerei“ hinein wuchtet Bunjaku mit dem Kopf den Ball ins Tor. Hansa muss bis zur Pause mindestens noch zwei Tore schießen, macht es aber nicht. So steht es wenigstens 3:1. Referee Stielers Wiederanpfiff liegt quasi noch im Wind, da trifft Holzweiler für Köln zum Anschluss. Im Gegenzug haut Pepic einen Freistoß an die Latte. Was macht eigentlich Bunjaku? Der liegt aufmerksam auf der Lauer. Als Kolke riskant auf Pepic spielt, kommt Köln in Ballbesitz. Der Rest ist schnell erzählt: Der kaltschnäuzige bunte Hund vernascht „Krake“ zum 3:3.