15.05.2026 08:41 Uhr
Das (vorerst) letzte Heimspiel der Drittliga-Saison steht an – für unseren F.C. Hansa geht es zum 1.FC Saarbrücken. Dort will die Mannschaft von Chef-Trainer Daniel Brinkmann mit einem Sieg die kleine Restchance auf den Sprung auf den Relegationsplatz ergreifen, braucht dafür aber gleich doppelte Schützenhilfe auf anderen Plätzen. Wir blicken auf die Ausgangslage vor dem 38. Spieltag der 3. Liga.
Die Aufgabe für unsere Kogge um Saarbrücker Ludwigspark ist klar: Auswärtssieg! Erst wenn die eigenen Hausaufgaben gemacht wurden, kann auf andere Plätze geschaut werden. Die Konkurrenz aus Essen und Duisburg muss zwingend verlieren – nur dann gelingt unserem FCH doch noch der Sprung auf den Relegationsplatz. Während Rot-Weiss Essen auswärts zum bereits abgestiegenen SSV Ulm muss, tritt der heimstarke MSV Duisburg zuhause gegen Viktoria Köln an. Schauen wir mal, was wird.
Unser FCH hat es also mit dem 1. FC Saarbrücken zu tun. Für die Saarländer ist die Partie sportlich eher weniger von Bedeutung. Mit 44 Punkten und einem – nach den Saarbrücker Ansprüchen sehr enttäuschenden – Tabellenplatz 15 hat der FCS in den vergangenen Spielen nach einer schwachen Saison zumindest den Klassenerhalt bereits in der Tasche. Argirios Giannikis – nach Alois Schwartz und Jürgen Luginger der dritte FCS-Coach der Saison – hat es im Saisonendspurt geschafft, den taumelnden Verein zu stabilisieren und die nötigen Punkte eingefahren, um das Minimalziel sichern. Belohnt wurde das mit der automatischen Vertragsverlängerung, sodass Giannikis auch in der kommenden Saison die sportlichen Geschicke der Saarbrücker Mannschaft leiten wird. Welcher Kader ihm dafür zur Verfügung steht, steht allerdings noch in den Sternen. Sage und Schreibe 20 auslaufende Verträge bedeuten jede Menge Arbeit für Sportchef Markus Thiele – den Saarländern steht nach einer sportlich durchwachsenen Saison ein großer Umbruch in der Sommerpause bevor.
Vorher möchte die Mannschaft rund um Ex-Hanseat Sebastian Vasiliadis, der erst kürzlich sein Arbeitspapier bei den Schwarz-Blauen verlängert hat, gegen unsere Kogge für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen. Nach der Auswärtsniederlage am vergangenen Wochenende bei der TSG 1899 Hoffenheim II baut der FCS dabei vor allem auf die Heimstärke aus den letzten Wochen: Die Gastgeber verloren keines ihrer letzten sieben Heimspiele – das letzte Mal leer aus ging man gegen Ende Januar gegen den mittlerweile gekürten Drittliga-Meister Osnabrück. Auch ein Blick auf die Historie macht aus Sicht unserer Kogge nicht wirklich Mut: Im Saarland tat sich Hansa stets schwer, der letzte Auswärtssieg im Ludwigspark liegt bereits 21 Jahre zurück und gelang im November 2005 mit einem 2:1 durch Tore von Tim Sebastian und Magnus Arvidsson. Die Gesamtbilanz aus den bisherigen Aufeinandertreffen liest sich glücklicherweise etwas angenehmer aus Rostocker Sicht. Sieben der bisher 17 Begegnungen konnte unser F.C. Hansa für sich entscheiden, jeweils fünfmal gewann der FCS oder die Partie endete unentschieden. Am Wochenende soll – oder besser gesagt muss – Sieg Nummer acht her!
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