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11.03.2026 10:00 Uhr

Hansa-Schiedsrichterin pfeift bei Deutscher Futsal-Meisterschaft in Duisburg

Am kommenden Wochenende steht für eine unserer Hansa-Schiedsrichterin ein besonderes Highlight an: Mareike Dittrich wird bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft der Frauen und Juniorinnen am 14. und 15. März 2026 in Duisburg als Schiedsrichterin im Einsatz sein. Dort treffen die besten Teams Deutschlands in den Kategorien Frauen, B-Juniorinnen und C-Juniorinnen aufeinander und kämpfen um die nationalen Titel im Futsal.

Für Mareike, die seit 2019 als Schiedsrichterin aktiv ist, ist die Nominierung eine besondere Auszeichnung. Im Vorfeld des Turniers haben wir mit ihr über ihre Berufung zur Deutschen Meisterschaft, ihre Motivation und ihre Erfahrungen als Schiedsrichterin gesprochen.

F.C. Hansa Rostock

Mareike, zunächst einmal Glückwunsch zur Nominierung für die Deutsche Futsal-Meisterschaft. Wie hast du erfahren, dass du in Duisburg pfeifen darfst – wie groß war die Freude?
Vielen Dank! Ich bin total glücklich über die Nominierung. Ich habe wie gewohnt meine E-Mails gecheckt und plötzlich stand dort: Einladung zur Deutschen Futsal-Meisterschaft. In dem Moment habe ich kurz vergessen, zu atmen. Ich habe die Nachricht mehrmals gelesen und konnte es kaum glauben – einfach Wahnsinn! Insgesamt sind wir 16 nominierte Schiedsrichterinnen aus ganz Deutschland. Das ist schon etwas Besonderes und zeigt mir, dass ich wohl einiges richtig gemacht habe. Aus Mecklenburg-Vorpommern sind wir zu zweit dabei.

Die Deutsche Meisterschaft vereint die besten Teams Deutschlands. Was bedeutet es für dich persönlich, bei einem solchen Turnier als Schiedsrichterin dabei zu sein?
Ich freue mich riesig und mir bedeutet es sehr viel, dabei zu sein. Dort treffen die besten Teams Deutschlands aufeinander – und ich darf die Spiele leiten. Das ist natürlich ein echtes Highlight für mich als Schiedsrichterin. Ich werde jede Minute des Turniers auf jeden Fall in vollen Zügen genießen.

Futsal unterscheidet sich in einigen Punkten vom klassischen Fußball. Welche besonderen Herausforderungen bringt das Spiel für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter mit sich?
Futsal verlangt von den Spielerinnen sehr viel Technik und Schnelligkeit – und genau das gilt auch für uns Schiedsrichterinnen. Wir müssen immer voll konzentriert sein, die Situationen genau im Blick haben und sehr schnell Entscheidungen treffen. Außerdem ist Futsal ein sehr regelintensives Spiel. Deshalb leiten wir die Partien zu dritt. Dieses Teamgefühl auf dem Feld ist sehr wertvoll.

Wie bereitest du dich auf ein Turnier wie die Deutsche Futsal-Meisterschaft vor?
Ich habe einen Freund gefragt, der sich gut mit Ernährung auskennt, was ich vor dem Turnier am besten essen kann, damit ich gut gestärkt anreise. Außerdem habe ich das Regelwerk noch einmal intensiv durchgearbeitet und mir im Internet Spielszenen angeschaut, die etwas kniffliger sind. Und natürlich halte ich mich weiterhin fit.

Gibt es ein Spiel oder ein Erlebnis aus deiner bisherigen Schiedsrichterlaufbahn, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, auf jeden Fall. Ich durfte einmal das Landespokalfinale der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern leiten. Da war ich unglaublich aufgeregt – ähnlich wie jetzt. Ein weiteres besonderes Erlebnis war ein Spiel im Ostseestadion: Hansa Rostock trat gegen eine MV-Auswahl der OSPA an, und ich durfte als Assistentin an der Linie unterstützen. Den Profis die Hand zu geben, war schon ein ziemlich cooles Gefühl.

Welche Ziele hast du persönlich noch als Schiedsrichterin?
Ich möchte mein Wissen gerne an junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter weitergeben – vor allem auf der persönlichen Ebene. Die eigene Persönlichkeit ist auf dem Platz unglaublich wichtig. Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, eine Ausbildung zur Beobachterin zu machen. Darauf hätte ich große Lust.

Welche Rolle spielt der F.C. Hansa Rostock für dich in deiner Entwicklung als Schiedsrichterin?
Ich bin seit sieben Jahren Schiedsrichterin beim F.C. Hansa und sehr glücklich darüber. Der Verein bietet uns immer wieder die Möglichkeit, Testspiele der Profimannschaft zu leiten. Dort kann jede und jeder wertvolle Erfahrungen sammeln und viel lernen – dafür bin ich sehr dankbar. Außerdem pfeife ich gerne bei den Turnieren unserer Inklusionsmannschaft. Auch dort gibt uns der Verein die Chance, uns weiterzuentwickeln und an unserer Persönlichkeit zu arbeiten.

Was würdest du jungen Menschen raten, die überlegen, selbst Schiedsrichterin oder Schiedsrichter zu werden?
Ich arbeite viel mit jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern zusammen und gebe ihnen immer ein paar Dinge mit auf den Weg: Bleib dir selbst treu, stehe zu deinen Entscheidungen und habe keine Angst davor, Fehler zu machen – daraus lernt man. Wichtig ist auch, mit allen Beteiligten zu kommunizieren, sich nicht alles zu sehr zu Herzen zu nehmen und vor allem Spaß an der Sache zu haben. Und ganz wichtig: Aufregung ist völlig normal – sie gehört einfach dazu.

Wir wünschen Mareike für ihren Einsatz bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft in Duisburg viel Erfolg, ein gutes Händchen bei ihren Entscheidungen und spannende Spiele. Für den FCH ist ihre Nominierung eine tolle Anerkennung für die Arbeit im Schiedsrichterwesen – und wir drücken fest die Daumen für ein erfolgreiches Turnierwochenende.