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17.04.2026 17:48 Uhr

FCH-Dauerkarte 26/27: Ein Stück Ostseestadion für dich

Der F.C. Hansa setzt zur Saison 2026/2027 für ein nachhaltiges und emotionales Statement: Denn die neue FCH-Dauerkarte besteht zum großen Teil aus recyceltem Material – gewonnen aus originalen Sitzschalen des Ostseestadions. Dafür wurden ausrangierte Sitze verwendet, die nun ein zweites Leben als Dauerkarte erhalten.

Ein paar Zahlen, was da wortwörtlich in den neuen Dauerkarten so steckt: Insgesamt flossen 341 blaue Sitzschalen und 324 Rückenlehnen, die nicht mehr repariert werden konnten, in die Produktion. Stolze 200 kg wogen diese Teile, bevor es für sie in den Recyclingprozess ging. ein. Aus diesem Material entstanden so die Dauerkarten, die zu 70 Prozent aus dem recycelten Sitzmaterial und zu 30 Prozent aus Rezyklat besteht – eine notwendige Mischung, um Stabilität und Langlebigkeit der Karten zu gewährleisten.

Um aus den alten Sitzschalen eine funktionale Dauerkarte herzustellen, wurde ein aufwendiger, mehrstufiger Recyclingprozess entwickelt. Nach der Befreiung der Sitze von Schmutz, Metall und Aufklebern wurden die Sitze zerkleinert und eingeschmolzen. Aus dem Material-Gemisch wurde dann die Karte in mehreren Schritten und im sogenannten Sandwichprinzip aus fünf Schichten hergestellt. Diese Schichten wurden unter großer Hitze und viel Druck miteinander verpresst und anschließend mit hoher Präzision ausgestanzt.

Der Weg von der alten Sitzschale zur fertigen Dauerkarte war dabei alles andere als einfach. Denn durch Witterung und Sonneneinstrahlung waren die Sitzschalen eigentlich nicht besonders gut geeigneten, um sie dem Recyclingprozess zuzuführen. So musste das gealterte Material zunächst durch spezielle Zusatzstoffe wieder aufbereitet werden, da die Oberflächenfolie der Sitzflächen und der eigentliche Sitz aus verschiedenen Stoffen bestehen und deshalb nur sehr schwer miteinander verschmelzen konnten.

Um dieses innovative und ehrgeizige Projekt dennoch umzusetzen zu können, arbeitete der F.C. Hansa eng mit regionalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Eine zentrale Rolle spielte dabei das Institut für Polymer- und Produktionstechnologien aus Wismar (IPT gGmbH), welches die Materialeigenschaften der Sitze wissenschaftlich analysierte und diese für die industrielle Nutzung vorbereitete. Die IPT gGmbH arbeitet vor Ort mit dem Industrieunternehmen LOWAPOL GmbH, ebenfalls aus Wismar, zusammen, die am Ende für die Herstellung der eigentlichen Dauerkarte zuständig war. Finalisiert wurde der Produktionsprozess durch die PAV Card GmbH, einem internationalen Kartenhersteller aus Lütjensee bei Lübeck, die den Druck der äußeren und damit sichtbaren Schichten der Dauerkarten übernommen hat.

Ein großer Dank von Seiten des FCH geht an dieser Stelle zudem an Prof. Dr.-Ing. Mathias Wilichowski (Hochschule Wismar), der unsere Projektidee begeistert aufgenommen und als Schnittstelle zu allen anderen Unternehmen fungiert hat.

Mit der neuen Dauerkarte verbindet der F.C. Hansa Rostock gleich drei Dinge auf einzigartige Weise: Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit. Aus einem Stück Stadiongeschichte entstand so ein zukunftsweisendes Produkt, das zeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Profifußball konkret umgesetzt werden kann.

Ihr könnt eure Dauerkarte jetzt hier verlängern: https://tickets.fc-hansa.de

 

 

Die Entstehung der neuen Dauerkarte 26/27 im Video