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20.11.2025 15:42 Uhr

Erstes Aufeinandertreffen mit Schweinfurt nach 29 Jahren

Es ist schon sehr lange her, dass der F.C. Hansa Rostock das letzte und auch einzige Mal in einem Pflichtspiel auf den 1. FC Schweinfurt getroffen ist. Mehr als 29 Jahre liegt dieses Spiel, dass am 10. August 1996 in Schweinfurt stattfand, nun schon zurück. Seinerzeit empfing der damalige Bayernligist (4. Liga) die in der Bundesliga segelnde Kogge zum Erstrundenspiel des DFB-Pokals. Der FCH behielt damals - dank der Tore von Thomas Ziemer (2), Kapitän Marco Zallmann (der im weiteren Spielverlauf mit rot vom Platz flog), Sergej Barbarez und Stefan "Paule" Beinlich - recht souverän mit 5:2 die Oberhand und zog so in die 2.Runde ein. Hier war dann, nur 3 Wochen später, nach einem 0:2 beim Karlsruher SC allerdings auch für Hansa bereits Feierabend.

Nun also kommt es zum Wiedersehen der beiden Teams in einem Pflichtspiel, erstmals gastiert der 1.FC Schweinfurt am Sonnabend (22. November 2025) um 14 Uhr im Ostseestadion und erstmals geht es um Punkte in einem Liga-Spiel. Denn in den vergangenen 35 Jahren spielte der FC Schweinfurt immer mindestens eine Klasse tiefer als der F.C. Hansa, oft waren es sogar drei oder gar vier Ligen Unterschied. Tiefpunkt der jüngeren Vereinsgeschichte war der Sommer 2009, als man erstmals in die 6. Liga (Landesliga Bayern) abstieg, aber sofort in die Bayernliga zurückkehrte und sich 2013 bei der Einführung der neuen Regionalliga Bayern (4.Liga) für diese neue Spielklasse qualifizierte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisierte man sich hier, mehrfach wurde sogar der Aufstieg in die 3. Liga in den vergangenen Jahren angepeilt doch erst im vergangenen Sommer erstmals realisiert.

Allerdings hatten die "Schnüdel", so der offizielle Spitzname des Vereins, bislang erhebliche Startprobleme in der neuen Spielklasse. Mit nur 6 Punkten aus den ersten 14 Partien rangiert die Mannschaft auf dem 19. und damit vorletzten Tabellenplatz. Nur Mit-Aufsteiger TSV Havelse, der bisher noch sieglos ist (5 Punkte), steht noch hinter dem Team aus Bayern. In der bisherigen Geschichte der 3.Liga gab es mit dem FC Carl Zeiss Jena (Saison 2019/20) nur ein Team, dass zu diesem Zeitpunkt weniger Punkte (5) als die Schweinfurter auf dem Konto hatten. Am Ende stiegen die Jenaer als abgeschlagenes Schlusslicht ab. Zudem haben die Schweinfurter mit bereits 11 Punkten einen erheblichen Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze. So einen großen Abstand hatte zu diesem Zeitpunkt einer Drittliga-Saison noch keine Mannschaft (abgesehen vom aktuellen Schlusslicht Havelse mit 12 Punkten zum rettenden Ufer), die Schweinfurter stehen also vor einer historischen Mammutaufgabe, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Allerdings sollte man die Mannschaft deshalb keinesfalls unterschätzen, auch wenn sie mit 35 Gegentoren aktuell die löchrigste Abwehr der Liga stellt und mit nur 11 Toren über den harmlosesten Angriff der Spielklasse verfügt. Zum Vergleich: Unsere Jungs sind mit 16 Gegentoren die drittbeste Abwehr der bisherigen Saison und 22 eigene Treffer bedeuten zumindest Platz 10. Denn - und da zeigt es sich mal wieder, wie unberechenbar diese Liga ist - die bisherigen Siege gegen Hoffenheim (2:1) und in Ingolstadt (3:2) wurden gegen Teams erzielt, gegen die der FCH sich in seinen eigenen Spielen sehr schwergetan hat (0:1 gegen Hoffenheim, 1:1 Ingolstadt) und nur einen Zähler einfahren konnte. Unsere Jungs sollten also gewarnt sein, zumal in den Schweinfurter Reihen so erfahrene Spieler wie Johannes Geis (zwei Champions League-Einsätze und 121 x Bundesliga), Manuel Wintzheimer (112 x 2. Liga) oder der Ex-Hanseat Thomas Meißner (58 x 2. Liga und 57 x 1. Liga Holland) stehen, die alles versuchen werden, um als Außenseiter trotzdem die Punkte aus dem Ostseestadion zu entführen.

hier die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1.FC Schweinfurt 05: