12.02.2026 14:38 Uhr
Die Heimpartie unseres F.C. Hansa gegen den VfL Osnabrück am Sonnabend (14. Februar 2026, Anpfiff 14 Uhr) im Ostseestadion ist ein echtes Spitzenspiel. Denn nicht nur die Tabellenkonstellation, bei der der Sechste aus Rostock (39 Punkte) gegen den Tabellen-Dritten aus Osnabrück (42 Punkte) spielt, verspricht Spannung, sondern auch die Tatsache, dass hier die beiden besten Defensiven aufeinandertreffen. Der VfL hat in den bisher 23 Punktspielen gerade einmal 22 Gegentore kassiert, das entspricht einem Schnitt von nicht einmal einen Gegentreffer pro Spiel und bedeutet somit den Bestwert der Liga. Auf Platz 2 dieser Liste steht der FCH (zusammen mit Duisburg und Wiesbaden) – es sind also ausgesprochene Abwehr-Spezialisten am Werk, wenn diese Mannschaften auf dem Platz stehen. Zum Vergleich: Tabellenführer Cottbus (44 Punkte) hat seinen Gegnern bereits 36-mal einen Torerfolg gestattet.
Auch die „weiße Weste“-Bilanz, also die Spiele, in denen die Torhüter ohne Gegentor geblieben sind, bringt für beide Keeper Spitzenwerte zu Tage. Osnabrücks Lukas Jonsson hat gleich 12 Partien „zu Null“ gespielt, was mehr als die Hälfte der bisherigen Saisonspiele bedeutet. Damit sitzt er unangefochten auf dem Thron, gefolgt von Benjamin Uphoff, der immerhin auch schon neun Spielen „sauber“ geblieben ist. Beide Torhüter sind damit sehr wichtige Bestandteile ihrer Mannschaften und quasi unverzichtbar. Es wird also interessant zu beobachten, in wieweit sich beide Teams im direkten Duell auf die Verteidigung der guten Defensiv-Werte konzentrieren oder lieber an der Verbesserung der eigenen Torquote arbeiten wollen – Hansa steht auf Platz sieben (39 Tore), die Osnabrücker sind sogar nur auf Rang 11 (33 Tore) zu finden.
Eine ausgezeichnete Abwehr, dafür noch Reserven im Sturm – Hansa und die „Lila-Weißen“ verbindet in dieser Saison also eine Menge. Und das ist nicht die letzte Gemeinsamkeit, denn gleich vier Spieler im Osnabrücker Kader haben einst auch das Hansa-Trikot getragen und kennen sich somit im Ostseestadion und der Atmosphäre bestens aus. Bryan Henning (2017-18, 35 Drittligaspiele), Robin Meißner (2022, 8 Zweitligaspiele), Kai Pröger (2022-24, 63 Zweitligaspiele) und Kevin Schumacher (2021-2025, 111 Zweit- und Drittliga-Spiele) stehen nun gemeinsam für den VfL auf dem Rasen. Wobei vor allem auf Robin Meißner aufgepasst werden muss, er ist mit sieben Toren der erfolgreichste Torschütze der Gäste. Auf Hansa-Seite sind es nach dem Weggang von Ryan Naderi (acht Tore) nun zwei Spieler, die die interne Liste anführen, denn Emil Holten und Kenan Fatkic stehe beide bisher bei fünf Erfolgserlebnissen in dieser Spielzeit.
Ein Blick noch auf die bisherigen Begegnungen zwischen der Kogge und dem VfL: 9 Hansa-Siege, 9 Unentschieden, 8 Osnabrück-Erfolge bei 27:27 Toren - Ausgeglichener geht es kaum, als im direkten Duell dieser beiden Mannschaften. Allerdings spricht der Trend der vergangen Jahre eindeutig für unsere Hansa-Jungs, denn in den letzten neun Partien gab es keine Niederlage (5 Siege, 4 Remis), letztmalig gewann der VfL vor knapp neun Jahren (2. April 2017) gegen den FCH. Eine Fortsetzung der Serie wünschen sich sicher alle Hansa-Fans, zumal ein Sieg nach zuletzt zwei Partien ohne Punkte-Dreier, auch für die Tabellen-Situation nicht unerheblich wäre.